Ein Virus attackiert unsere Gesundheit

 

Hallo liebe DVA‘ler*innen,


noch immer gibt es keine Entwarnung im Geschehen um das neue Virus: SARS-CoV-2.

Nach ein paar Vorbemerkungen und Klarstellungen möchte ich euch ein paar Tipps verlinken, wie ihr eure Gesundheit schützen könnt. Aber zuvor müssen wir uns über einige Sachverhalte klar werden.

In der Abwehr der Schäden an einzelnen Menschen, der Gesellschaft und der Wirtschaft werden immer neue Strategien öffentlich diskutiert und angewendet. Da die Datenlage so schlecht ist, ist dies oft ein Fischen im Trüben oder wie Politiker*innen zu sagen pflegen: „Wir fahren auf Sicht.“. Das allerdings dummerweise mit dunkler Sonnenbrille auf der Nase und total versifften Scheiben. Es ist klar, dass das Virus neu ist, es ist klar, dass die Wissenslage noch dürftig ist, aber warum dann nicht schon viel früher das tun, was zum Glück jetzt aktuell begonnen wird: Tests mit repräsentativen Gruppen der Bevölkerung, um damit auf die Gesamtheit hochrechnen zu können. Was bei Wahlprognosen gut klappt, sollte doch im Zusammenspiel von Soziologie, Medizin und Mathematik auch bei Corona möglich sein.

Diese Studien wurden jetzt begonnen. Wir haben Mitte April, das Virus ist seit Monaten bekannt, erste nachgewiesene Fälle gab es in Deutschland schon Ende Januar. Also Leute: Sonnenbrillen ausziehen, Scheiben wischen – freie Sicht schaffen!
Was man aktuell nicht kennt, ist die Zahl der tatsächlich Infizierten. Es gibt eine gewisse Dunkelziffer, da ja nur wenige getestet werden und nur die positiven in der Statistik auftauchen. Die „Genauigkeit“ des Test, die aktuell zwischen 97 und 99 % geschätzt wird, dürfen wir da sicher außer Betracht lassen, das verzerrt nur minimal. Aber wie groß ist diese Dunkelziffer? Sie wird je nach Quelle auf das 4-fache bis hin zum 20-fachen geschätzt. Das bedeutet, dass bei nachgewiesenen ca. 100.000 Infizierten 400.000 bis 2 Millionen weitere Menschen positiv sein könnten.

Was man auch nicht kennt ist die Todesrate. Ein schlimmes Wort, da hinter jedem gezählten Toten ein menschliches Schicksal steht. Aber diese Zahl zu kennen wäre sehr wichtig, um die wirkliche Gefährlichkeit abschätzen zu können. Aber der Chef des Robert-Koch-Instituts gab auf eine Frage in der Pressekonferenz die Antwort, dass in Deutschland alle Toten gezählt wurden, die positiv auf das Virus getestet waren, also auch Menschen, die mit aber nicht an Corona gestorben sind. In New York stellt sich die Situation mittlerweile ganz anders dar, denn dort gilt laut Mark Levine (Chair of New York City Council health committee): „We simply don't have the testing capacity for the large numbers dying at home. Now only those few who had a test confirmation *before* dying are marked as victims of coronavirus on their death certificate. This almost certainly means we are undercounting the total number of victims of this pandemic“.
Also auch hier keine Klarheit, wir wissen es nicht.

Was wir aber wissen (oder zumindest bei optimaler Datenweitergabe wissen könnten), ist die Zahl der aktuell belegten Betten in den Krankenhäusern und hier besonders die Betten in den Intensivstationen mit Beatmungsgeräten.
Und es gibt Zahlen, die die kritischen Fälle in jedem Land angeben, aktuell (13.04.2020) 4895 in Deutschland (hier nachschauen). Damit kann man ermessen, wie weit man das Gesundheitssystem an seine Grenzen bringt. In Deutschland bedeutet dies, dass es eigentlich noch viele freie Kapazitäten gibt. Aber auch hier muss beachtet werden, dass es einem Patienten in Bayern nicht hilft, wenn in Mecklenburg-Vorpommern noch ein Beatmungsgerät frei ist. (Zahlen dazu können hier eingesehen werden.)

Und ganz wichtig: Wenn man Aussagen, des Lungenfacharztes Dr. Martin Ehlers glauben darf, dann sieht es für Patienten, die erst mal beatmet werden müssen, nicht unbedingt sehr gut aus. Er sprach bei schweren Fällen von einer Heilungschance von 1 von 10. Dazu kommt, dass bei Überlebenden nach dem Lungenversagen oft dauerhafte, manchmal schwerwiegende Folgeschäden zurückbleiben. (Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-7-april-2020-100.html (ab 1:02:35)).

Taktik muss es also sein, dass möglichst wenige Menschen schwere Verläufe bekommen.

Dazu hat man mehrere Handlungsoptionen, mit Vor- und Nachteilen:

1. Verhinderung weiterer Infektionen durch soziale Distanzierung mit allen erkannten und eher noch verborgenen Nebenwirkungen, also Wirtschafts- und Gesellschaftsschäden. Das reicht von der Pleite des kleinen Ladenbesitzers bis zum Konkurs von Riesenunternehmen; und von schwachen Depressionen auf Grund von Einsamkeit bis hin zu häuslicher Gewalt und Suizid.

2. Schutz von besonders Gefährdeten mit den Risiken, dass dies nicht gelingt (siehe Altenheime in Wolfsburg und Würzburg) und der schlimmen Trennung von alten und kranken Menschen von ihren Lieben.

3. Hygienemaßnahmen – hier gibt kein Wenn und Aber, einfach machen!

4. Das Tragen von Atemschutzmasken ist ein tolles Zeichen für gefährdete Personengruppen (z.B. Kassiererin im Supermarkt) hat bei selbstgebastelten Masken nur einen sehr eingeschränkten Schutz und darf natürlich nicht dazu führen, dass die ohnehin schon knappen FFP-2 und 3-Masken noch knapper werden.

Und eine, in der öffentlichen Diskussion sträflich vernachlässigte Möglichkeit:

5. Die Stärkung des Immunsystems der ganzen Bevölkerung ist eine Maßnahme, die über den Schutz gegen das neue Virus auch ansonsten nur Nutzen für die Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes bringt.

Das Wieso und Wie möchte ich im Folgenden ausführen.

Wenn ich oben an vielen Zahlen berechtigte Zweifel angemeldet habe, so gibt es an einer Tatsache keinen Zweifel und es wird zu recht von allen Quellen bestätigt, dass Menschen mit schwachem Immunsystem gefährdeter sind als Menschen mit intaktem Immunsystem. Wenn dies bekannt ist und nicht bezweifelt wird, so verstehe ich nicht, wieso wir immer nur trübe Nachrichten hören und nichts, was uns ermutigt und ermächtigt. Das will ich hiermit nachholen. Wie schon an anderer Stelle in Analogie zu Gefahrensituationen im Abenteuersport ausgeführt habe: Handlungsoptionen zu haben nimmt Angst - und Angst bedeutet Stress und Stress schwächt das Immunsystem.

Vorab ein paar Informationen, die nicht allen bekannt sein dürften:

- Männer sind vom Coronavirus schlimmer betroffen als Frauen.
Erklärungsansatz:
Männer haben ein schwächeres Immunsystem als Frauen. (Belege: https://www.pnas.org/content/early/2016/03/16/1520113113.abstract?sid=8b9ad636-a77c-4475-8bba-f5d3ec4b0bc4 - abgerufen: 09/04/20). Das liegt daran, dass Männer über ein X- und ein Y-Chromosom verfügen, wohingegen Frauen ein doppeltes X-Chromosom haben. Laut US-Forschern liegen auf dem X-Chromosom mehr Gene für die Immunabwehr, was Frauen das bessere Immunsystem beschert. Das hat für Frauen aber auch einen Nachteil, denn Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift, sind bei Frauen deutlich häufiger, als bei Männern. Diese sind aber durch ihr schwächeres Immunsystem anfälliger für Infektionen – wie die aktuellen Zahlen belegen.

- Alte Menschen sind sind vom Coronavirus schlimmer betroffen als Junge.
Erklärungsansatz:
In Deutschland haben eine Großzahl der Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel und ältere Menschen haben einen niedrigeren Vitamin-D Level als jüngere Menschen. Und ganz wichtig: Die Versorgung ist vor allem in den Wintermonaten sehr schlecht, weil Vitamin-D kaum über die Nahrung aufgenommen werden kann, sondern durch UV-B-Strahlung im Körper selbst erzeugt werden muss, was in unseren Breiten aber nur von März bis Oktober möglich ist. Die – eventuell – im Sommer gebildeten Vorräte (Vitamin-D ist fettlöslich und kann deshalb im Körper gespeichert werden) brauchen sich im Laufe des Winters auf. Bei vielen reicht aber die sommerliche Sonnenexposition nicht aus, um ausreichende Vorräte zu bilden. Besonders alte Menschen (hier auch die Bewohner von Heimen) setzen sich viel der Sonne aus als junge Menschen. Wer hat schon mal die Oma von gegenüber in kurzer Hose und Trägershirt über die Straße laufen sehen?.
Die Kurve der Vitamin-D-Spiegel und der Zahl von Infekten ist deutlich korreliert. Nun bedeutet Korrelation nicht gleich Kausalität, aber es gibt Studien und Belege und auch eher zurückhaltende Organisationen, wie die DGE räumen mögliche Zusammenhänge ein (Beispiel: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3543548/ - abgerufen: 09/04/20).
Es besteht allerdings sogar die Möglichkeit, dass Vitamin-D direkt in das besondere Geschehen bei schwereren Verläufen einer Corona-Infektion eingreift und heilend wirken kann, wie Dr. van Helden in seinem sehr verständlichen Video aufzeigt. (https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=XFEtscQFeoU&feature=emb_logo - abgerufen: 09/04/20)

- Menschen in Ballungsräumen sind stärker betroffen als Menschen in ländlichen Regionen.
Erklärungsansatz:
Natürlich kann sich ein Virus besser verbreiten, wenn mehr Menschen auf engem Raum zusammentreffen, wie das Après-Ski in Ischgl und Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg deutlich belegt haben. Aber rechnet man dies statistisch heraus so bleibt dennoch ein Zusammenhang zwischen Häufigkeit schwerer Verläufe von Corona-Infektionen und der Luftqualität. (https://www.heise.de/tp/features/Luftverschmutzung-erhoeht-Covid-19-Sterberisiko-4699306.html).
Insofern haben die Maßnahmen die die Wirtschaft verlangsamen oder sogar regional zum Erliegen bringen einen sehr positiven Effekt auf die Luftqualität und in der Folge auf das Sterberisiko bei Corona-Ifektionen, aber möglicherweise auch generell und so könnte nach der Krise die Gesamtsterblichkeit in Regionen von China niedriger liegen als ohne Corona.

Dies alles wissend, haben wir durchaus die Chance aktiv etwas für uns zu tun. Mir ist klar, dass aktuell im Netz viel geschrieben und geyoutubt wird, was jeglicher Datengrundlage entbehrt und natürlich gibt es kein Mittel gegen das Virus, weder von Big-Pharma noch von Naturheilern und der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie, aber es gibt doch Möglichkeiten, die gut belegt sind.
Und lasst es mich so formulieren: Ist es nicht immer eine Abwägung von Chancen und Risiken. Was kann ich verlieren, wenn ich mich mehr an der frischen Luft bewege - und was kann ich dabei verlieren? Was kann ich gewinnen, wenn ich meinen Vitamion-D-Spiegel durch tägliche Aufnahme von 4.000 i.E. auf ein höheres Level hebe - und welche Gesundheitsrisiken gehe ich dabei ein?

Ich möchte euch im Laufe der nächsten Tage peu à peu weitere Informationen aufschreiben und hoffe, dass ich damit ein Nachdenken anregen kann.

Bleibt gesund!

Herzliche Grüße
Bernd

 

 

 

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