Ein Virus attackiert unsere Gesundheit

Update 10.09.2020

 

Hallo liebe DVA‘ler*innen,


noch immer gibt es keine Entwarnung im Geschehen um das neue Virus: SARS-CoV-2. Im Gegenteil aktuell (MItte September) sprechen alle von einer zweiten Welle. Und wir gehen auf den Herbst und Winter zu.

Seit meinem ersten Eintrag auf dieser Seite hat sich einiges geändert, aber immer noch gibt es viel Unsicherheit.
Nach ein paar überarbeiteten Vorbemerkungen und Klarstellungen möchte ich euch ein paar Tipps verlinken, wie ihr eure Gesundheit schützen könnt. Aber zuvor müssen wir uns über einige Sachverhalte klar werden.

Eines dürfte nach den Lockdowns des Frühlings klar sein: Weitere strikte Lockdowns werden die Gesellschaften vieler Länder kaum verkraften und wenn man sich die Erfolge und Misserfolge der Lockdowns vieler Länder ansieht, dann wird man schnell zur Meinung gelangen können, dass je strikter, desto besser - wenn überhaupt - nur kurzfristig richtig war. Unser Nachbar Frankreich hat sehr restriktiv und völlig undifferenziert reagiert, Ergebnis: kurzfristige Erfolge, aber auch viel Frust in der Gesellschaft und aktuell ein Hochschnellen der Zahlen. In Schweden dagegen, wo man mehr auf Einsicht gesetzt hat, ist diese Entwicklung nicht zu beobachten. Wer am Ende besser dastehen wird, muss sich zeigen, aber da die Wirtschaft vieler Länder am Boden liegt, die Nerven von Lehrer*innen, Schüler*innen und Eltern extrem angespannt sind, werden wir uns flächendeckende Schließungen weder in Schule noch in Beruf leisten können - und alle, die noch unter den Beschränkungen leiden (Kunst, Sport ...) werden auch bald wieder mehr Freiheiten brauchen.

Das Wundermedikament und der Impfstoff sind aktuell noch nicht erhältlich. Beim Impfstoff gibt es zumindest Hoffnungsträger und wenn man alle - sonst übliche und berechtigte - Vorsicht außer Acht lässt, mag es sein, dass Anfang kommendes Jahres tatsächlich Impfstoffe auf den markt kommen werden. Aber noch sind die nicht da und noch ist nicht sicher, ob sie da sein werden.

Was also tun?

Zuerst mal keine Panik verbreiten und sich nicht kirre machen lassen. Und keinen starken Männern hinterher laufen - schon gar nicht, wenn wie bei Söder in Bayern starken Worten keine Erfolge gegenüber stehen (siehe Zahlen in Bayern, siehe Chaos bei den Tests ...). Wir brauchen keine starken Worte (und schon gar keine starken Männer), sondern ein sachliches und überlegtes Herangehen, das auf Einsicht und Freiwilligkeit setzt. Deshalb gibt es an dieser Stelle an den Vorschlägen aus dem Frühling dieses Jahres nur wenig zu ändern:

Taktik muss es sein, dass möglichst wenige Menschen schwere Verläufe bekommen.

Dazu hat man mehrere Handlungsoptionen, mit Vor- und Nachteilen:

1. Verhinderung weiterer Infektionen durch soziale Distanzierung mit allen erkannten und mehr und mehr zu Tage tretenden Nebenwirkungen, also Wirtschafts- und Gesellschaftsschäden. Das reicht von der Pleite des kleinen Ladenbesitzers bis zum Konkurs von Riesenunternehmen; über Notstände im Bereich Bildung; und von schwachen Depressionen auf Grund von Einsamkeit bis hin zu häuslicher Gewalt und Suizid.

2. Schutz von besonders Gefährdeten mit den Risiken, dass dies nicht gelingt (siehe Altenheime in Wolfsburg und Würzburg). Die dadurch in Kauf genommene schlimme Trennung von alten und kranken Menschen von ihren Lieben hat in den letzten Wochen und Monaten zu viel Unheil geführt. Hier müssen dringend bessere Lösungen gefunden werden.

3. Hygienemaßnahmen – hier gibt kein Wenn und Aber, einfach machen!

4. Das Tragen von Masken ist nun wirklich kein Ding und sollte selbstverständlich sein. Der Nutzen ist nicht völlig gesichert, aber doch recht gut belegt und in den Monaten, wo lüften von Räumen wegen der Kälte immer schwerer wird, sollte jeder kleine positive Effekt genutzt werden.

Aber es bleibt noch eine, in der öffentlichen Diskussion immer noch sträflich vernachlässigte Möglichkeit:

5. Die Stärkung des Immunsystems der ganzen Bevölkerung ist eine Maßnahme, die über den Schutz gegen das neue Virus auch ansonsten nur Nutzen für die Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes bringt.

Das Wieso und Wie möchte ich im Folgenden ausführen.

Wenn man an vielen veröffentlichten Zahlen (Infizierte, Todesfälle ...) berechtigte Zweifel haben kann, so gibt es an einer Tatsache keinen Zweifel und es wird zu recht von allen Quellen bestätigt, dass Menschen mit schwachem Immunsystem gefährdeter sind als Menschen mit intaktem Immunsystem. Wenn dies bekannt ist und nicht bezweifelt wird, so verstehe ich nicht, wieso wir immer nur trübe Nachrichten hören und nichts, was uns ermutigt und ermächtigt. Das will ich hiermit nachholen. Wie schon an anderer Stelle in Analogie zu Gefahrensituationen im Abenteuersport ausgeführt habe: Handlungsoptionen zu haben, nimmt Angst - und Angst bedeutet Stress und Stress schwächt das Immunsystem.

Vorab ein paar Informationen, die nicht allen bekannt sein dürften:

- Männer sind vom Coronavirus schlimmer betroffen als Frauen.
Erklärungsansatz:
Männer haben ein schwächeres Immunsystem als Frauen. (Belege: https://www.pnas.org/content/early/2016/03/16/1520113113.abstract?sid=8b9ad636-a77c-4475-8bba-f5d3ec4b0bc4 - abgerufen: 09/04/20). Das liegt daran, dass Männer über ein X- und ein Y-Chromosom verfügen, wohingegen Frauen ein doppeltes X-Chromosom haben. Laut US-Forschern liegen auf dem X-Chromosom mehr Gene für die Immunabwehr, was Frauen das bessere Immunsystem beschert. Das hat für Frauen aber auch einen Nachteil, denn Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem den eigenen Körper angreift, sind bei Frauen deutlich häufiger, als bei Männern. Diese sind aber durch ihr schwächeres Immunsystem anfälliger für Infektionen – wie die aktuellen Zahlen belegen.

- Alte Menschen sind sind vom Coronavirus schlimmer betroffen als Junge.
Erklärungsansatz:
In Deutschland haben eine Großzahl der Menschen einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel und ältere Menschen haben einen niedrigeren Vitamin-D Level als jüngere Menschen. Und ganz wichtig: Die Versorgung ist vor allem in den Wintermonaten sehr schlecht, weil Vitamin-D kaum über die Nahrung aufgenommen werden kann, sondern durch UV-B-Strahlung im Körper selbst erzeugt werden muss, was in unseren Breiten aber nur von März bis Oktober möglich ist. Die – eventuell – im Sommer gebildeten Vorräte (Vitamin-D ist fettlöslich und kann deshalb im Körper gespeichert werden) brauchen sich im Laufe des Winters auf. Bei vielen reicht aber die sommerliche Sonnenexposition nicht aus, um ausreichende Vorräte zu bilden. Besonders alte Menschen (hier auch die Bewohner von Heimen) setzen sich nicht so viel der Sonne aus wie junge Menschen. Wer hat schon mal die Oma von gegenüber in kurzer Hose und Trägershirt über die Straße laufen sehen?.
Die Kurve der Vitamin-D-Spiegel und der Zahl von Infekten ist deutlich korreliert. Nun bedeutet Korrelation nicht gleich Kausalität, aber es gibt Studien und Belege und auch eher zurückhaltende Organisationen, wie die DGE räumen mögliche Zusammenhänge ein (Beispiel: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3543548/ - abgerufen: 09/04/20).
Es besteht allerdings sogar die Möglichkeit, dass Vitamin-D direkt in das besondere Geschehen bei schwereren Verläufen einer Corona-Infektion eingreift und heilend wirken kann, wie Dr. van Helden in seinem sehr verständlichen Video aufzeigt. (https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=XFEtscQFeoU&feature=emb_logo - abgerufen: 09/04/20)

- Menschen in Ballungsräumen sind stärker betroffen als Menschen in ländlichen Regionen.
Erklärungsansatz:
Natürlich kann sich ein Virus besser verbreiten, wenn mehr Menschen auf engem Raum zusammentreffen, wie das Après-Ski in Ischgl und Karnevalssitzung im Kreis Heinsberg deutlich belegt haben. Aber rechnet man dies statistisch heraus so bleibt dennoch ein Zusammenhang zwischen Häufigkeit schwerer Verläufe von Corona-Infektionen und der Luftqualität. (https://www.heise.de/tp/features/Luftverschmutzung-erhoeht-Covid-19-Sterberisiko-4699306.html).
Insofern haben die Maßnahmen die die Wirtschaft verlangsamen oder sogar regional zum Erliegen bringen einen sehr positiven Effekt auf die Luftqualität und in der Folge auf das Sterberisiko bei Corona-Ifektionen, aber möglicherweise auch generell und so könnte nach der Krise die Gesamtsterblichkeit in Regionen von China niedriger liegen als ohne Corona.

Dies alles wissend, haben wir durchaus die Chance aktiv etwas für uns zu tun. Mir ist klar, dass aktuell im Netz viel geschrieben und geyoutubt wird, was jeglicher Datengrundlage entbehrt und natürlich gibt es kein Mittel gegen das Virus, weder von Big-Pharma noch von Naturheilern und der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie, aber es gibt doch Möglichkeiten, die gut belegt sind.
Und lasst es mich so formulieren: Ist es nicht immer eine Abwägung von Chancen und Risiken. Was kann ich gewinnen, wenn ich mich mehr an der frischen Luft bewege - und was kann ich dabei verlieren? Was kann ich gewinnen, wenn ich meinen Vitamion-D-Spiegel durch tägliche Aufnahme von 4.000 i.E. auf ein höheres Level hebe - und welche Gesundheitsrisiken gehe ich dabei ein? (siehe dazu auch Rückmeldung von Jürgen Höfner weiter unten!)

Ich habe euch auf den Unterseiten weitere Informationen aufgeschrieben und hoffe, dass ich damit ein Nachdenken anregen kann.

Bleibt gesund!

Herzliche Grüße
Bernd

 

Rückmeldungen:

Es freut mich, dass es zu der Gesundheitsseite auch immer wieder "DVA-nahe", aber auch "DVA-ferne" Rückmeldungen gibt, die ich hier gerne weiterleite:

1. Korrektur:
Yan hat aufmerksam gelesen und einen Sinn entstellenden Fehler gefunden, den ich jetzt korrigiert habe, denn es muss natürlich so heißen: "Besonders alte Menschen (hier auch die Bewohner von Heimen) setzen sich nicht so viel der Sonne aus wie junge Menschen."

2. Positive Rückmeldung per E-Mail:
Hallo, sehr geehrter Herr Dörr,
die Idee Ihrer Seite "Gesundheit" finde ich prima.
Hoffentlich gibt es viele Nachahmer !
Mit freundlichen Grüßen
Alfons Sobczynski

3. Positive, aber auch kritische Rückmeldung per E-Mail:
Sehr geehrter Herr Dörr,
ich möchte mich auf o.g. beziehen. Ich finde ihre Initiative auf ihrer Vereinshomepage sehr gut. Information ist der erste und wichtigste Schritt, um sich unserem, vorsichtig ausgedrückt, zweifelhaftem Krankheitssystem zu entziehen.
Einer ihrer letzten Sätze ( Was kann ich gewinnen, wenn ich meinen Vitamion-D-Spiegel durch tägliche Aufnahme von 4.000 i.E. auf ein höheres Level hebe - und welche Gesundheitsrisiken gehe ich dabei ein?) scheint mir nicht ganz richtig zu sein:
Als ehemaliger Vitamin D Mangel Patient kann ich ihnen sagen, dass für die Erhaltung des Vitamin D Spiegels bei einem ca. 80kg Mann eine tägliche Dosis von rund 4.000 i.E.* nötig ist. Vorher muß aber mit einer deutlich höheren Dosis ein gesunder Wert erstmal erreicht werden (Setup). Genau so erklärt es auch Dr. von Helden in seinem Buch.
Der Fahrplan ist also:
1. Vitamin D Spiegel messen lassen
2. Setup mit hochdosiertem D3 auf einen sinnvollen Wert (i.d.R. 40-60ng/ml)
3. tägliche (nicht wöchentlich oder monatlich) Einnahme der Erhaltungsmenge
4. 1x jährlich Kontrolle durch Messung
* das schwankt je nach Qualität des Medikaments, der Form (flüssig, Tablette, Pulver) und der Aufnahme (Magen oder im Mund durch Auftupfen des geöffneten Kapselinhalts und Aufnahme über die Mundschleimhaut).
Ich hoffe, ich konnte ihnen ein paar Anregungen geben und verbleibe mit freundlichen Grüßen aus der Lüneburger Heide
Jürgen Höfner

Das ist nach meinem Kenntnisstand absolut korrekt, wie es Herr Höfner beschreibt.